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"Did I listen to Pop music because I was miserable, or was I miserable because I listened to Pop music?"
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Tuesday, 29 April 2008

Air Traffic - Fractured Life

ATOk, junge britische Bands mit einer großen Portion Liebe zum Brit-Pop gibt es einige. Eine ähnliche Covergestaltung wie beim Debütalbum "Fractured Life" von Air Traffic hat man auch schon bei Athletes "Tourist" zu sehen bekommen. Dennoch sollte man sich von diesen Aspekten nicht abschrecken lassen und Air Traffic ein wenig Gehör schenken. Nach dem digitalen Release mitte 2007 bringen sie nämlich "Fractured Life" in Deutschland endlich auch physisch heraus.

Air Traffic lieben Brit-Pop, das hört man, davon trieft es in jedem Song, das klingt jetzt aber negativer als es ist. Genaugenommen erfordert es eigentlich viel Mut, in der heutigen Indie Szene, wo die Helden der Bands Joy Division, The Smiths und The Velvet Underground heißen, so ein Album zu veröffentlichen, dessen Einflüsse klar U2, Travis, Blur und Oasis sind. Zur Musik, die ist eindeutig Pop, mit großer Geste und eingängigen Melodien, mal cool abgerockt beim Song "Charlotte", mal emotional "Shooting Star", mal mit Stadionambitionen "Come On" und immer schön. Das erinnert mal an Snow Patrol ohne Kommerz, mal an Coldplay ohne übertriebenen Pathos und mal an Athlete ohne elektronische Spielereien. Air Traffic schaffen es trotzdem immer, einen eigenen Sound zu kreieren, ohne dass es nur nach einem Abklatsch der erwähnten klingt. Ein schönes Popalbum, um sich auf den Sommer einzustimmen und vielleicht der nächste verdiente Hype, wenn das neue Coldplay Album floppt, oder einfach nur eine Band gesucht wird, um die Lücke bis zum Release des nächsten Snow Patrol Albums füllen soll. Welche Gründe auch bestehen, diese Band zu entdecken, die Jungs von Air Traffic haben's verdient.
-originally posted on: Hififi.de

Tourdaten:
30. Mai 2008 - Tsunami, Köln
02. Juni 2008 - Molotow, Hamburg
03. Juni 2008 - Magnet, Berlin
05. Juni 2008 - 59 To 1, München
05. Juli 2008 - Rheinkultur

Monday, 21 April 2008

Get Well Soon - Interview

PhotobucketDirekt vor seinem Konzert im Gleis 22 war Konstantin Gropper, Kopf hinter Get Well Soon, so freundlich uns ein kleines Interview zu geben. Leicht erkältet führte er uns in den warm beheizten Backstage-Raum des Gleis, wo er sich wegen einer Erkältung mit Ingwer und Honig in seinem Tee bei Stimme hält.

Hi Konstantin, vielen Dank, dass du dir ein bisschen Zeit für uns nimmst.

Gern, ich hoffe, ihr hört mich, ich bin etwas erkältet.

Oh, dann erstmall gute Besserung. Du bist heute das erste Mal in Münster oder?

Öhm, ja. Und wir hatten leider keine Zeit uns irgendwas anzugucken, weil ich hab gehört, dass es eigentlich schön ist hier. Aber irgendwie haben wir praktisch nie Zeit dafür, ich hab mir das schon anders vorgestellt, ich dacht man hätte dann schon mindestens so zwei Stunden sich ein bisschen die Stadt anzugucken, aber irgendwie bekommen wir das nie hin.
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weiterlesen auf Hififi.de (Interview originally published on Hififi.de by me)
Review 19. April 2008 in Münster @ Gleis 22

School Of Language - Interview

PhotobucketWärst du zu allererst so freundlich und würdest Dich, sowie School Of Language vorstellen?

Hallo! Ich bin David Brewis. Ich komme aus Sunderland, einer ehemalige Schiffsbaustadt an der Nord-Ost Küste Englands (falls Du es nicht wusstest, Sunderland ist Partnetstadt der deutschen Stadt Essen). School Of Language ist ein Projekt an dem ich gearbeitet habe, seitdem wir die Aufnahmen und die Tour zum letzten Field Music Album beendet hatten. Zwischen 2005 und 2007 haben mein Bruder Peter und ich zusammen mit unserem Freund Andy Moore 2 ½ Album unter dem Namen Field Music veröffentlich. Nach der letzten Tour fand es keiner von uns eine gute Idee direkt wieder zurück ins Studio zu gehen und an einer neuen Field Music Platte zu arbeiten, also hat seitdem jeder seine eigenen kleinen Projekte an denen er arbeitet – an manchen davon arbeiten wir zusammen, an manchen solo.
Die School Of Language Platte ist so ziemlich eine Soloplatte. Es gibt nur wenige Gastauftritte. Der Rest bin ich, alleine mit Studio mit meinen Launen und ein paar Sachen ausprobierend. Die Songs selber sind sehr viel mehr Gitarren-orientiert, als wahrscheinlich alles, was wir je mit Field Music gemacht haben. Außerdem fühlten sich die Songs sehr viel weniger als „Band“- Songs an, als ich sie geschrieben habe, dazu sind sie einfach zu verschieden und an sich unzusammenhängend. Das Zusammenspiel von Elektronik und Live-Instrumenten ist auch ein ganz anderes. Dies sicherlich, weil es die erste Platte ist, bei der ich wirklich mit dem Computer gearbeitet habe. Allerdings ist die ganze Platte wirklich auch spontaner als die Field Music Alben – ich habe sehr viel mehr „Fehler“ drin gelassen.
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(Interview originally published on Hififi.de by me)

Sunday, 20 April 2008

Get Well Soon - 19 April 2008

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Thursday, 17 April 2008

Blood Red Shoes - Box Of Secrets

BRSNach dem Eigties-Revival der letzten Jahre wird schon seit einiger Zeit das Grunge-Revival kolportiert. Bisher jedoch noch ohne irgendeine Band, die als Beleg für diese Tendenz herhalten könnte. Im letzten Jahr sind nun die Blood Red Shoes auf den Plan getreten, die sich ob ihrer Bandkonstellation, Junge + Mädchen / Schlagzeug + Gitarre seitdem auch mit White Stripes Vergleichen rumschlagen müssen.

Beim Hören des langerwarteten und aus nebulösen Gründen immer wieder verschobenen Debütalbums "Box of Secrets" wird aber ganz schnell klar, dieser Vergleich hinkt nicht nur, sondern ist gänzlich falsch. Schon die Vorabsingle "You Bringe Me Down" und Vorabtour zeigten eine junge wilde Band, die in ihrer ungestümen Art und den Grungetypischen wenig abwechslungsreichen Gitarrenakkorden tatsächlich von Grunge inspiriert zu sein scheinen. Aber das was die Blood Red Shoes bieten ist viel mehr als Grunge und völlig anders. Irgendwo zwischen der Energie, die auch Maxïmo Park treibt und Queens of the Stone Age könnte man diese Songs ansiedeln. Die Songs werden immer getragen durch das kraftvolle Schlagzeugspiel von Steven Ansell und den abwechselnden Gesang mit Laura-Mary Carter. Das Zurückgreifen auf nur zwei Instrumente birgt häufig auch die Gefahr, dass die Songs schnell langweilig geraten. Hier zum Glück nicht. Das Album verbindet gekonnt bereits bekannte Hits, wie die Übersongs "You Bring me Down" und "I wish I was Someone Better" mit neuen Songs. Den letzten Song "Hope You Are Holding Up" hätte man sich vielleicht ob des etwas übertriebenen Bombast sparen können, aber was ist ein Song von 11. Um diese Band kommt man in diesem Frühjahr auf keinen Fall vorbei, danach wird sich zeigen, ob sie auch das Potential für weitere Großtaten haben. (Glücklicherweise) nicht das Grunge-Revival, aber ein kurzweiliges Debüt wurde hiermit auf alle Fälle schon einmal vorgelegt.

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Tuesday, 15 April 2008

Peter & The Wolf - Goldkante Bochum, 13. April 2008

Photobucket Schon schöne Sache dieses Web2.0. Abseits dieses übertriebenen Blogosphäre und UGC-Hypes gibt's dann nämlich auch noch Sachen, die einem ein bisschen Wärme um das Indieherzchen zaubern. So geschehen bei Red Hunter alias Peter & The Wolf. Einer einfachen Myspace Bulletin mit dem Hinweis, er würde gern Deutschland betouren, habe aber keine Ahnung, wie genau er das gebacken kriegen soll folgt der Zusammenschluss einiger deutscher Musiknerds , die Red bei allen Vorbereitungen helfen.

Also Indie as Indie can be. So ähnlich auch die ungewöhnliche Location, die eher eine Bar mit großem Schaufenster ist, aber lustig, hat sowas von Nightwash. So untypisch die Art des Bookings ist, so spannend wird dann auch die Ankunft des Künstlers erwartet, die eigentlich für 18 Uhr vorgesehen war. Um 19:15 erreicht er dann auch endlich die Goldkante unversehrt, genehmigt sich erst einmal 1, 2 oder auch 6 Bierchen und beginnt nach einigen Schwätzchen und vielen Späßchen dann auch sein Set. Erkenntnisse aus den Schwätzchen, Red ist schon viel rumgekommen, freut sich tierisch auf Berlin und hofft einiges von der Stadt sehen zu können und ist der beste Freund von Jared von Voxtrot. Mit der Freundin von Jared hätte er am Vortag sogar noch in Paris gesungen. Eine weitere Erkenntnis, St. Vincent kommt entgegen ihrer eigenen Behauptungen nicht aus Austin. Wortlaut: "What?! She really told you she's from Austin. What the...? Wow, she lied to you. She's from Dallas. Well, if I was from Dallas I would like being from Austin too, cause it's a really cool city!". Wichtigste Erkenntnis, "Whiskey is a bad girlfriend. To be true, she's a bitch. Tequilla is my new girl, she's much nicer.". Das folgende Konzert offenbart dann einen talentierten jungen Songwriter mit einem erstaunlichen Stimmumfang. Allein mit seiner Klampfe steht er da vor der fast vollen Goldkante, die mucksmäuschenstill seinen Songs lauscht. Eine gebannte Stille, die niemand durch Getuschel oder ähnliches stören möchte. (Ab und zu wird mal von unserer Fotografin eine Flasche umgeschmissen, aber das war's dann auch.) Immer wieder macht Red kleine Späßchen zwischen den Songs, fragt das Publikum was bestimmte Dinge auf deutsch heißen, um diese dann laut zu rufen und fordert bei einigen Songs zum Backgroundsingen und Mitschnippsen auf. Nach gut 40 Minuten ist er dann auch schon durch und lässt sich nur durch die Androhung von Bierentzug noch davon überzeugen einen weiteren Song zu spielen. Nach diesem ist er dann aber endgültig fertig und bedankt sich artig bei seinen Fans. Alles zu beschreiben, was an diesem Abend an Eindrücken von Red Hunter gewonnen werden konnte würde vermutlich den Rahmen sprengen, so viel muss aber sein: Red Hunter ist ein "ulkiges Kerlchen, das man irgendwie lieb haben muss" (Zitat unser Fotografin), das ein wenig Spaß haben will und mit seinen Songs versucht die Zuhörer für eine Stunde oder mehr ein bisschen träumen zu lassen.


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Team Red

Monday, 14 April 2008

Peter & The Wolf

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